Pressemitteilung

Die Linke Goslar lehnt die Bundeswehr-Werbeveranstaltung auf dem Brocken ab.
Der Kreisverband DIE LINKE Goslar spricht sich entschieden gegen die geplante Werbeveranstaltung der Bundeswehr auf dem Brocken aus.
Die Bundeswehr verfügt bereits über zahlreiche Möglichkeiten wie die kritisch zu sehende Präsenz in Schulen, auf der Berufsstarterbörse und durch Werbung im öffentlichen Raum.
Einen der bekanntesten Natur- und Tourismusorte im Harz zusätzlich für militärische Werbung zu nutzen, hält Die Linke für politisch falsch und unnötig.
Der Brocken liegt mitten im Nationalpark Harz, einem besonders sensiblen Schutzgebiet.
Fahrzeuge, schweres Gerät oder Hubschrauber widersprechen dem Naturschutzgedanken und belasten Natur, Tiere und Erholungssuchende gleichermaßen.
Wer argumentiert, die Landung von Militärhubschraubern sei durch die Landeerlaubnis für Rettungshubschrauber legitimiert, ignoriert den fundamentalen Unterschied zwischen einer lebensrettenden Maßnahme und der reinen Zurschaustellung von militärischem Gerät.
„Der Nationalpark ist ein Ort der Ruhe, des Naturschutzes und der Begegnung mit der Natur – kein Platz für Militärwerbung oder martialische Inszenierungen“, erklärt die Kreisvorsitzende Peggy Plettner Voigt. „Naturschutz darf nicht für PR-Zwecke geopfert werden.“
Zugleich erinnert der Kreisverband an die besondere Geschichte des Brockens.
Jahrzehntelang war er militärisches Sperrgebiet und Symbol der Abschottung. Dass er heute frei zugänglich ist, gilt als Errungenschaft der friedlichen Revolution.
Der Kreisvorsitzende Michael Ohse ergänzt: „Der Brocken steht heute für Freiheit, Tourismus und Erinnerungskultur. Wir wollen keinen Schritt zurück in Zeiten militärischer Nutzung. Dieser Ort gehört der Natur und den Menschen – nicht dem Militär.“ Für Die Linke Goslar ist daher klar: Der Nationalpark Harz steht für Frieden – nicht für Bundeswehr-PR. Der Brocken ist kein Ort für Militärwerbung.